Erfurt (NMH) Für schwerhörige und gehörlose Touristen aus aller Welt ist Neuseeland seit Jahrzehnten ein beliebtes Reiseziel. In den Sommermonaten Dezember bis März sind viele Weltenbummler in Wohnmobilen auf den Straßen der Nord- und Südinsel unterwegs. Besonders anziehend wirkt auf die Besucher die Vielfalt und Schönheit der Natur. Aufgrund der relativ isolierten Lage des Inselstaates im südlichen Pazifik konnten sich zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten herausbilden. Bis zur Ankunft des Menschen existierten dort keine Säugetiere.

Die Geschichte Neuseelands begann im Vergleich mit anderen Ländern sehr spät. Es waren Polynesier, die im 13. Jahrhundert das Land entdeckten. Mit hochseetauglichen Kanus und für die Zeit erstaunlichen Navigationskünsten besiedelten sie die Inseln. Ihre Nachfahren begründeten die Maori-Kultur.

1642 erreichte der niederländische Seefahrer Abel Tasman als erster Europäer Neuseeland. Über hundert Jahre verstrichen, bis der britische Kapitän James Cook 1769 die Inseln umschiffte. Er begann das Land zu kartografieren. Die Zahl der europäischen Einwanderer stieg im 19. Jahrhundert rapide an. 1947 erlangte die britische Kolonie die völlige Souveränität.

Ein Großteil der über vier Millionen Einwohner Neuseelands lebt auf der Nordinsel. Dort befindet sich Auckland, die größte Stadt des Landes und die Hauptstadt Wellington. Das traditionelle Siedlungsgebiet der Maori ist bis heute ganz im Norden. Mehrere zentral gelegene Vulkane bilden zusammen den Tongariro-Nationalpark. Er wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Einige Strände der Nordinsel bieten ideale Bedingungen für Surfer. Der bekannteste Surfspot liegt in der Nähe des Ortes Raglan an der Westküste.

Die Südinsel Neuseelands ist wegen ihrer spektakulären Natur weltberühmt. Mehrere Gebirgsketten durchziehen die Insel. Mit 3724 Metern ist der Mount Cook der höchste Berg des Landes. Die Westküste der Südinsel wird von Regenwäldern dominiert. Zahlreiche Fjorde im äußersten Südwesten bilden eine einzigartige Landschaft mit vielen einheimischen Tier- und Pflanzenarten.

Bilderquelle: pixabay.com

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