Samsun (NMH) – Im Laufe der Geschichte haben viele gehörlose Athleten bei den Deaflympics einen bedeutenden Erfolg erzielt. Einige dieser Athleten haben ihre Gegner während der Sommer- und Olympischen Winterspielen ganz einfach hinter sich gelassen. Viele taube Athleten haben nicht nur ihren Erfolg in den Organisationen für die Gehörlosengemeinschaft gezeigt und bewiesen, sondern auch Medaillen bei den Sommer- und Olympischen Winterspielen erhalten. Wir haben die Top 10 dieser Namen für Sie zusammengestellt.

Ildiko Rejito-Ujlaki (Ungarn – Fechten)

Der ungarische Athlet, der 1937 geboren wurde, begann im Alter von 14 Jahren mit dem Sport. Schon der erste Trainer kommunizierte mit ihr, indem er seine Anweisungen auf Papier schrieb. Rejito-Ujl, die bei 5 Olympischen Spielen teilnahm, benutzte 3 verschiedene Nachnamen. Ildiko, der 1960 mit dem Nachnamen Rejito eine Goldmedaille gewann, erhielt 1964 2 Gold, 1 Silber und im Jahre 1968 eine Bronzemedaille mit dem Nachnamen Ujlaki. Sie gewann eine Silbermedaille im Jahr 1972, und im Jahre 1976 gewann Sie eine Bronzemedaille mit ihrem Nachnamen Sagine. Sie wurde zum Weltmeister und das gleich zweimal als hervorragendes Einzelereignis. Sie war noch nie in den Deaflympics involviert, weil es nicht in das Programm der Organisation passt.

Susan Jane Pedersen (USA – Schwimmen)

Der kalifornische Athlet, der 1953 geboren wurde, gewann die Silbermedaille in der 200 Meter Einzelwertung, eine weitere Medaille im 400 Meter Einzel und eine weitere Medaille bei den 800 Meter Freestyle Rennen bei den Panamerikanischen Spielen im Jahre 1967. Unter den gehörlosen Sortlern gewann sie die 6. US-Meisterschaft in 100 Meter Freestyle und 200 Meter Freestyle.

Pedersen erhielt im Jahr 1968vier Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt (4×100 Einzelbewerb und 4×100 Mannschaftsmix – eine Goldmedaille bei jeweils dem 100 Meter Einzelbewerb und 200 Meter Mannschaftswertung – dort erlangte Susan eine Silbermedaille). Pedersen’s Trainer Sherman Chavoor, der die Athletin für die Vorbereitung des 400-Meter-Viertagesturnier bei der Einzelwertung trainierte, hatte auch einen anderen tauben Olympia-Athleten unter Vertrag: Jeffrey Float. Jeffrey Float gewann in einem 4×100 Einzel und 4×100 Teambewerb das Gold, beim 100 Meter Freestyle und 200 Meter Single Medley die Silberne. Pedersen, der einzige taube Athlet, der dies durch das Brechen von 3 Weltrekorden und mit 4 nationalen und 9 panamerikanischen Platten erreicht hat, wurde der erste und einzige taube Athlet, der im Jahre 1995 in die Internationale Schwimmhalle für besondere Leistungen aufgenommen wurde.

Ignazio Fabra (Italien – Wrestling)

Der italienische Athlet, geboren am 25. April 1930, ist einer der größten Ringer der Geschichte. Fabra, der in den Jahren 1952, 1956, 1960 und 1964 der jeweils zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen hatte, gewann auch die Goldmedaille in Greco-Roman – dies in der Klasse bis 52 kg bei der World Wrestling-Meisterschaft von 1955 in Deutschland. Seine große Beliebtheit hatte es auch zum Anlass, dass das Wrestling den Eintritt in das Deaflympics-Programm des Jahres 1961 in Helsinki schaffte. Er gewann 2 Gold, 2 Silber und 1 Bronzemedaille in den Spielen in denen er in den Jahren 1961, 1965 und 1969 teilnahm.

Jeffrey Float (ABD – Schwimmen)

Float, geboren am 10. April 1960 ist der erste Athlet, der in beiden Deaflympics und den Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Float, der 1977 eine Goldmedaille in 10 Kategorien bei den Summer Deaflympics in Bukarest gewann, gewann eine Goldmedaille im 4x 200 Meter freien Staffellauf bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984. Er wurde der erste Athlet, der „I love you“ in einer besonderen Art und Weise gegenüber seinem Publikum und Fans zum Ausdruck brachte indem er es dem internationalen Publikum auf einem Schild sagte. Gleichzeitig lud der Athlet, der 1982 in der 4x 200 Meter freien Staffelrunde der Weltmeister war, als Ehrengast zur Eröffnungszeremonie der Sommer Deaflympics in Los Angeles des Jahres 1984 ein.


Terence Parkin (Südafrika – Schwimmen)

Geboren am 12. April 1980 in Durban hat der südafrikanische Athlet gleich 5 Mal bei den Deaflympics teilgenommen. Zwischen 1997 und 2013 gewann er 29 Gold, 3 Silber und 1 Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen in Sydney im Jahre 2000 gewann er eine Silbermedaille in einem 200 Meter Brustschwimm-Wettbewerb. Parkin, der auch in Athen des Jahres 2004 an Wettkämpfen teilnahm, gewann im 200-Meter-Brustschwimmen und in der 400-Meter-Einzelwertung der World Short Course-Schwimmmeisterschaft im Jahr 2000 eine Silbermedaille. Der Athlet, der unzählige internationale Erfolge feierte, ist der erste taube Athlet dem diese Ehre zuteil wurde. Der FINA-Elite-Schwimmer konnte in seiner Kategorie in den Jahren 1999 und 2000 etliche Erfolge feiern. Im Jahr 2006 wurde Parkin, der nebenbei auch noch Champion im Rennradrennen war, mit dem „Sportsman of the Year“ ausgezeichnet. Dieser Preis wurde in den Jahren 1997, 2001, 2001 und 2009 von ICSD verliehen.

Semyon Belits-Geiman (UdSSR-Schwimmen)

Der sowjetische Athlet, der am 16. Februar 1945 geboren wurde, gewann die Silbermedaille im Jahre 1968 die 4x 100 Freestyle Schwimmen und die Bronzemedaille im 4x 200 Meter Freestyle in Mexiko City. Weiters gewann er den 1500 Meter Freestyle und den 4x 200 Meter Freestyle in der europäischen Schwimmmeisterschaft des Jahres 1966.
Donald Gollan (Büyük Britanya – Rudern)

Der Athlet, der im Januar des Jahres 1896 geboren wurde, gewann Silber bei den Herren in den Olympischen Spielen in Amsterdam im Jahre 1928. Gollan ruderte unter anderen auch einen Teil der Themse und gewann im Jahre 1928 als Teil des Grand Challenge Cups in Henley auch mehrere weitere Bewerbe. Er verstarb im Alter von 75 Jahren am 13. August 1971.

Carlo Orlandi (Italien – Boxen)

Der italienische Athlet, der am 23. April 1910 geboren wurde, gewann im Jahre 1928 eine Goldmedaille in der Kategorie des Leichtgewichts bei den Olympischen Spielen in Amsterdam. Der im Jahre 1929 zum Profiverband wechselnde professionelle Sportler gewann in den 1930 er Jahren die italienische- und die Europameisterschaft. Im Jahre 1944 verließ der italienische Champion Orlando den Sport. Carlo Orlandi verstarb am 29. Juli 1983.

Jim Ryun (USA – Leichtathletik)

Der Athlet, geboren am 29. April 1947, nahm an den Olympischen Spielen der Jahre 1964, 1968 und 1972 teil. Der amerikanische Athlet wurde der jüngste Athlet, der sich für 17 Jahre und 134 Tage durchgehend und koninuierlich für die Olympischen Spiele in der Leichtathletik qualifiziert hat. Ryun, der in der Kategorie des 1800 Meterlaufs in Mexiko-Stadt des Jahres1968 eine Silbermedaille gewann, hielt einen Weltrekord in den Jahren zwischen 1967 und 1974 bei 1500 Metern. Ebenso konnte er in den Jahren 1966 und 1975 bei Bewerben große Erfolge erzielen. Ryun, der 1966 zum Sportler des Jahres gewählt wurde, war ein Mitglied der Abgeordnetenkammer zwischen den Jahren 1996 bis 2007.

Tamika Catchings (USA – Basketball)

Catchings, geboren am 21. Juli 1979, gewann jeweils eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen in den Jahren 2004 und 2008, 2012 und 2016 mit der US-Frauen-Basketball-Nationalmannschaft. Catchings, die eine Meisterschaft gewann und in einer Saison sogar als wertvollste Spielerin ( „MVP“) einen Preis gewann („MVP“ Award), wurde auch für den Club von Galatasaray in der Türkei zwischen 2009 und 2011 tätig. Außerdem war sie Teil der US Women’s Basketball League (WNBA) mit der sie etliche Meisterschaften gewann und dessen Trikot sie trug.

Quelle: Deaflympics 2017

Bilderquelle: (c) DGS

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