Erfurt (NMH) – Wo andere Kinder im Garten lachen und toben, können oftmals gehörlose und taube Kinder kaum mithalten. Sie verstehen den Spaß in den meisten Fällen nicht und das Herz einer Mutter tut wahrscheinlich weh zu sehen, dass es doch Unterschiede zwischen Kindern gibt. Es ist jedoch nicht so, dass es für gehörlose Kinder oder taube Kinder keinerlei Aktivitätenspielraum gibt, um sich trotzdem zu beschäftigen, sondern läuft es nur anders, als wir alle es meist gewohnt sind. Hier mal einige Beispiele, was Kinder tun können, die spezielle Bedürfnisse haben.

Im Garten

Die meisten Kinder wissen, das sie eigentlich nicht zu schmutzig werden sollen, weil ihre Eltern das nicht begrüßen. Im Garten haben die Kids, auch mit speziellen Bedürfnissen jedoch die Gelegenheit, sich auszutoben. Wie wäre es denn, die Kinder mit Hörverlust oder Sprach- und Hörverlust zu bitten, den Garten umzugraben? Dabei können sie sich voll austoben, dreckig und schmutzig werden, wo die wenigsten Kinder nein sagen werden. Es bewältigt zudem den Stressabbau und sie gewinnen ein Dazugehörigkeitsgefühl! Auch nicht gehörlose Kinder machen das meist sehr gerne, sodass hier kein Unterschied zu erkennen wäre, was für das Selbstbewusstsein der Kinder ebenfalls gut ist.

Mit Tandem Räder auf Tuchfühlung gehen

Radfahren ist für Gehörlose Kinder im Straßenverkehr leider nicht möglich, weil sie heranfahrende Autos und Polizeisirenen nicht hören würden. Bei einem Unfall können sich Kinder mit Sprachverlust ebenfalls nicht artikulieren, sodass sie meist nicht Radfahren dürfen, was sie traurig stimmt, da andere Kinder ohne spezielle Bedürfnisse auf den Rädern lachen und Spaß haben. Mithilfe eines Tandems wäre das alles jedoch möglich, solange eine hörende Person mit auf dem Randem Bike für 2 Personen und mehr anwesend ist. Eine tolle Idee!

Spaziergänge im Freien

In der freien Natur haben Kinder in der Regel viel Freude. Gehörlose Kinder oder taubstumme Kids sind ebenfalls dankbar, die Naturwelt anfassen oder riechen zu können. Ihre anderen Sinne sind schärfer ausgeprägt, als die eines hörenden Kindes oder sprechenden Kindes, weil diese Sinne dann aktiver sind, als bei Gehörlosen Kids das Fühlen und Riechen. Eben auch wie bei blinden Kindern! Deswegen macht es besonders viel Freude, die Natur als Stressbewältigung zu sehen, sie den Kindern beizubringen, den Wald mal einfach zu riechen, die Bäume anzufassen. Kinder mit speziellen Bedürfnissen sind da meist sehr unbedarft und haben viel Freude.

Schaukeln tut der Seele gut

Schaukeln mag jedes Kind und das gilt auch für Kinder mit speziellen Bedürfnissen jeglicher Art. Diesem Gefühl muss man einfach frönen, weil es viel Freude bereitet und das Kribbeln im Bauch kennen wir Erwachsene schließlich auch noch!

Sandkasten nicht vergessen

Kinder lieben es, im Sandkasten zu spielen. Gerade bei weichen Sand ist das Gefühl in den Händen, wie der Sand durchgleitet einfach toll. Ein wenig Wasser macht den sand härter, um Burgen zu bauen und auch mit Schüppe und anderem Spielzeug spielen Kinder gerne. Da machen die Kinder mit speziellen Bedürfnissen keinen Unterschied und deswegen sollte der Sandkasten nicht vergessen werden.

Quelle: Deafblind
Bilderquelle: pixabay.com

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