Erfurt (NMH) Forscher der Oregon-Universität haben es sich zur Aufgabe gemacht, Gehörlose sowie ihre Gene zu erforschen. Sie wollen feststellen, ob ein Gen für die Geburt von tauben Kindern verantwortlich sein könnte. Dabei haben sie feststellen können, dass das Protein Otoferin möglicherweise ein Ursache sein kann, wieso Babys gehörlos auf die Welt kommen. Mehr als 60 Mutationen konnte das Team der OSU Forschung finden, die die Sensoren der Haarwurzeln in den Ohren deutlich schwächen und bis zur Taubheit führen können. Damit konnte die Universität von Oregon mit ihrer Forschung eine bahnbrechende Entdeckung machen, die eindeutig zeigt, dass die Gene durchaus etwas mit dem Hörverlust von Kindern zu tun haben.

Der Einfluss der Gene auf die Hörfähigkeit

Das Protein Otoferin ist ausnahmslos für den Hörsinn verantwortlich, wie in einer Pressemitteilung der OSU von Colin Johnson mitgeteilt wurde. Es reichen derweil schon kleine Mutationen aus, um das Otoferin entsprechend zu schwächen und dadurch eine Taubheit bei Kindern/Babys auszulösen. Die enorme Größe des Proteins sowie dessen Wichtigkeit führte innerhalb der Forschung zu schwierigen Problemen, um deren Geneinfluss genauer bestimmen zu können sowie etwaige Mutationen verstehen zu lernen und mögliche Lösungsansätze zu bilden. Diese warten auch noch, gleichwohl sich die Universität sicher ist, dass das Otoferin für die Taubheit verantwortlich ist.

Eine Heilung der Mutation muss gefunden werden

Es heißt weiter in der Pressemitteilung der Oregon Universität kurz OSU, dass das Gen versucht wurde in kürzeren Formen zu nutzen, um die Gehörlosigkeit heilen zu können oder einen Therapieansatz zu nutzen. Das war und ist bis heute gar nicht so einfach, weil eine gewisse Größe und Zusammensetzung muss, das wichtigste Hörprotein offenbar haben. So mussten verschiedene Wege umgangen werden, um zum einen das Otoferin nicht zu verfälschen und zum anderen nicht zu schädigen und so Therapieansätze für Menschen zu entwickeln, um nicht gehörlos zu werden. Es wurde auch eine Lösung gefunden, die für gehörlose Menschen nun Türe öffnen könnte und damit Forscher weiterhin an einer Therapie arbeiten können, um womöglich das Hören zu ermöglichen.

Der Hörsinn ist für Menschen mit Gehör wichtig und kaum wegzudenken. Doch Betroffene ohne ein Gehör kennen es nicht anders. Das könnte sich dank der bahnbrechenden Therapieentwicklung der Universität von Oregon allerdings bald ändern, weil offenkundig nun klar ist, welches Protein für den Hörsinn verantwortlich ist. Nun sitzen Biowissenschaftler und Forscher auf der ganzen Welt zusammen und suchen die letzte Lösung, um das Puzzleteil des Hörens zusammensetzen zu können und Gehörlosen mehr Hoffnung zu geben und vor allem das Gehör.

Quelle: corvallisadvocate.com
Bilderquelle: pixabay.com

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