Essen (NMH) – Gut drei Monate sind nach den 23. Deaflympics 2017 in Samsun / Türkei um, Zeit für einen kleinen Rückblick vom größten Sport-Event im Gehörlosensport:

Was für ein tolles Event! Welch ein toller Rekord hier in der Zeit vom 18. bis 30. Juli 2017 geschrieben wurde! Immerhin nahmen nach offizieller Meldung des ICSD 3145 Athleten aus 97 Nationen an den Deaflympics 2017 teil.

Die Athleten bei dem diesjährigen Event waren in insgesamt 19 Sportarten mit 21 Disziplinen vertreten. Ebenso als Erfolg kann der Regen an Medaillen gewertet werden, denn immerhin wurden 732 Medaillen vergeben. Der DGS trat mit 101 Sportlerinnen und Sportlern in 14 Sportarten an.

Der Einsatz der deutschen Delegation war lobenswert gewesen

Auch bei den Vorbereitungen und der Organisation vor Ort konnte man sich einen guten Ruf bewahren. Die Arbeiten liefen vonseiten des Verbandes trotz Personalmangels perfekt. Auch die Türkei als Gastgeberland präsentierte sich als perfekter Partner. Hinsichtlich der Sicherheit bei den Wettkampfstätten gab es keinen Grund der Besorgnis. Es war alles sehr gut vorbereitet. Lediglich beim offiziellen Transport zum Training und zu den Wettkampfstätten gab es kleine Probleme. Diese Probleme konnten aber sehr rasch gelöst werden und es hat sich nur sehr leicht auf die Wettkämpfe ausgewirkt. Man musste sich also kurz selbst aushelfen. So dienten etwa Leihwagen dazu, dass man zu den Wirkungsstätten kam. Man bekam diese aber kostenlos von VW zur Verfügung gestellt. Damit kam man dann auch pünktlich zum Wettkampf.

Das heiße Wetter in der Türkei machte den Deutschen ein bisschen zu schaffen

Mit dem Klima in Samsun hatten einige Athleten zu kämpfen. Insbesondere Athleten bei den Freiluftsportarten mussten mit den Tagestemperaturen von meist über 30 Grad kämpfen. Außerdem gab es eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Sie war eine große Herausforderung. Einen Vortrag hielt wieder die DOSB Vizepräsidentin Frau Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper. Sie gehörte der deutschen Delegation mit einem Besuch vor Ort an. Sie blieb auch vor Ort und sah sich gemeinsam mit den DGS-Vizepräsidenten Petra Brandt und Steffen Rosewig die sportlichen Wettbewerbe an. Sie sprach auch mit sehr vielen Athletinnen und Athleten. „Hier herrscht ein einmaliger Teamgeist!“ merkte Frau Doll-Tepper dabei an.

Mit 12 Medaillen wurden die Athleten in Deutschland empfangen

Der Erfolg ließ auch nicht sehr lange auf sich warten. So hatte das deutsche Team insgesamt 12 Medaillen gewonnen. Darunter waren 4 Gold, 5 Silber und 3 Bronze Medaillen. Auch im Medaillenspiegel belegte das deutsche Team den 13. Platz. Es war zwar eine Medaille weniger als vor vier Jahren in Sofia aber eine Goldmedaille mehr.

Erfreulich war hier aber auch, dass Gold in 4 verschiedenen Disziplinen gewonnen wurde. Das deutsche Team konnte in der Leichtathletik, im Sportschießen, Golf und Bowling starke Leistungen zeigen. Für alle Beteiligten war es auch sehr schön zu sehen, dass die deutsche Mannschaft von allen westeuropäischen Mannschaften bei den Deaflympics am besten abgeschnitten hatte. Zu den Medaillengewinnen, gab es viele gute Platzierungen: 6 x 4. Platz, 12 x 5. Platz, 5 x 6. Platz; 4 x 7. Platz, 13 x 8. Platz. Auch der Abstand beim Medaillenspiegel ist enorm, denn hier führte Deutschland gegenüber der Ukraine mit einem großen Abstand zum zweitplatzierten (Ukraine). Insgesamt betrug der Abstand 100 Medaillen. Teilnehmer anderer Länder sprachen schon von „Russlympics“.

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