Berlin (NMH) – Die Frage, die uns beschäftigt ist, wo Pflegebedürftige und pflegende Angehörige Informationen und Unterstützung bekommen können. Das Szenarium der Fragen geht aber noch weiter. So ist zum Beispiel auch nicht immer klar, wann etwa ein Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit besteht? Insbesondere die Pflegegrade und die speziellen Leistungen der Pflegeversicherung werden noch immer sehr oft in Frage gestellt.

Für Gehörlose und Schwerhörige Menschen wird hier ein besonderer Service angeboten, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten über die Beratungshotline 115 Kontakt aufzunehmen, also eine barrierefreie Hotline:

1. Das Gebärdensprachtelefon -> SIP Adresse: SIP-Adresse 115@gebaerdentelefon.d115.de

2.) Das ISDN-Bildtelefon -> 030/221 911 015

3.) Per EMail: info.gehoerlos@bmas.bund.de

4.) Per Fax: 030 221 911 017

Ausführliche Informationen können Sie unter folgender Internetseite abrufen: Gebärdentelefon 115

Ebenso gibt es Unklarkeiten bei der Hilfe zur Pflege. Vor allem im Pflegefall kommen viele Fragen auf pflegende Angehörige und Pflegebedürftige zu. Um hier den Überblick zu behalten kann man ab sofort auch die Behördennummer 115 wählen. Unter dieser Nummer erhält man schnell und zuverlässig bei allen Fragen rund um das Thema Pflege Antworten. Der Service vermittelt Bürgerinnen und Bürgern qualifizierte Pflegeberater.

BMG steht in der Verantwortung für die Pflegeberatung 115

Verantwortlich dafür ist Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Sie meinte kürzlich wörtlich: „Wir haben in den letzten Jahren viel für die Pflege bewegt. Fünf Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr bedeuten spürbar mehr Leistungen und Unterstützung für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen. Jetzt ist es wichtig, dass diese Hilfe aber dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Aus diesem Grund wurde auch die Pflegeberatung deutlich ausgeweitet und die Zusammenarbeit der Verantwortlichen in den Kommunen gestärkt. Auf die Beratung für pflegende Personen hat man nun auch einen Rechtsanspruch. Man muss das neue Angebot der 115 auch hier als einen weiteren hilfreichen Baustein sehen, um Antworten auf Fragen rund um die Pflege direkt am Telefon zu erhalten.

Wer eine gute Pflege erhalten möchte, der muss sich auf das Pflegepersonal verlassen können. Es verlangt auch den höchsten Jeder, der schon einmal auf die Unterstützung anderer angewiesen war, ob als Betroffener oder als Angehöriger, kann davon ein Lied singen. Genau auf diese Fragen wird auch bei der 115 eingeganten meinte Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Der parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder des Bundesminister des Innern machte auch deutlich, dass die einheitliche Behördennummer 115 beispielhaft für eine partnerschaftliche ebenenübergreifende Zusammenarbeit und eine intelligente Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund stehen solle. Es ist das erste praktisch gelebte Bürgerservice.

Mit der 115 wird das Angebot für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige auch beträchtlich erweitert. Es kann als eine echte Hilfe bei zahlreichen Verwaltungsanliegen angesehen werden. Jede einzelne Frage wird dort unkompliziert telefonisch geklärt. Die Nummer ist auch unabhängig von Zuständigkeiten oder Öffnungszeiten in den Ämtern.

Angefragt kann jeden Wochentag von 8 bis 18 Uhr werden. Die informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren Sie dann auch über Themen wie:
• Pflegegeld
• Sach- und Kombileistungen der Pflegeversicherung
• Pflegehilfsmittel
• wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und Förderung des altersgerechten Wohnens
• Pflegeunterstützungsgeld der Pflegeversicherung bei Arbeitsbefreiung in einer akuten Pflegesituation
• zinslose Darlehen bei Freistellung oder Reduzierung der Arbeit zur Pflege eines nahen Angehörigen • Leistungen der Hilfe zur Pflege

Der neue Flyer „Informationen für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige gibt zusätzlich noch einen sehr guten Überblick über das neue Angebot der 115. Darin erfährt man in einer guten Zusammenfassung zunächst alle wichtigen Informationen rund um das Thema Pflege. Sehr oft wird auch nachgefragt, wer Anspruch auf Pflegeberatung hat. Hier können sich alle Interessierten über die 115 Auskünfte einholen.

So haben grundsätzlich alle Versicherte, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten oder einen entsprechenden Antrag gestellt haben, gegenüber der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen, das für sie die private Pflege-Pflichtversicherung durchführt, einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Das gleiche Regelwerk kann praktisch auch für pflegende Angehörige und weitere Personen genutzt werden. Darunter fallen zum Beispiel ehrenamtliche Pflegepersonen. Als Voraussetzung hierfür ist lediglich die Zustimmung des Pflegebedürftigen notwendig.

Auskunft zu Verwaltungsleistungen aller Art – von A wie Abfallentsorgung bis Z wie Zulassungsstelle – erhält man ebenso. Das Bündnis wächst stetig und heute gibt es bereits 500 Kommunen, zwölf Länder die sich zusammengeschlossen haben. Auch die gesamte Bundesverwaltung hat sich dem föderalen Vorhaben bereits angeschlossen. Damit stellen nun auch alle 115 Teilnehmer den Fragen der Anrufer. Diese können nun Informationen zu den häufigsten Verwaltungsleistungen in der 115-Wissensdatenbank abrufen. Damit können auch insgesamt über 43 Millionen Bürgerinnen und Bürger von dem Service 115 profitieren. Erreichbar ist die 115 in der Regel zum Festnetztarif. Beteiligt an der Aktion Pflege ist die Landeshauptstadt München, der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Stadt Karlsruhe.

Print Friendly, PDF & Email