Berlin (NMH) – Zur nüchternen Nachbetrachtung der Deaflympics 2017 in Samsun/Türkei, trafen sich die DGS-Funktionäre in Hattersheim.

Diese Sitzung galt der Auswertung purer Fakten: Der VIZE-Präsident für Leistungssport Steffen Rosewig hatte die sich zur Aufgabe gemacht, dass die Auswertung von den Deaflympics 2017 den DGS-Funktionären präsentiert wurde, dabei kam heraus, dass die deutschen Sportler im Medaillenspiegel aller Nationen den 13. Platz errungen hatten.

Die Deutsche Delegation flog mit 4 Goldmedaillen, 5 Silbermedaillen und 3 Bronzemedaillen wieder nach Deutschland zurück. In Anbetracht als führende Wirtschaftsnation Deutschland, ist die Ausbeute bei den Deaflympics 2017 in Samsun/Türkei relativ mager, hier muss künftig vom Spitzensportausschuss angesetzt werden, sodass der DGS wieder zumindest unter den TOP TEN aller Nationen im Medaillenspiegel der Deaflympics wieder zu finden ist.

Ob als Entschuldigung der mageren Ausbeute bei den Deaflympics 2017 gelten darf, dass Sportler aus Gründen politischer Unruhe in der Türkei, aus familiären Gründen, aus beruflichen Gründen, wegen Krankheit oder Verletzung, dann zuhause bleiben mussten und nicht an Deaflympics teilnehmen konnten, das bleibt offen, was zählt, sind letztendlich die Medaillen und davon gab es in Samsun für die deutschen Sportler leider zu wenig von.

Diana Aleksic und Norbert Hensen, aus dem DGS-Präsidium, brachten leider aus Berlin, vom BMI, keine guten Nachrichten für die Funktionäre in Hattersheim mit. Das BMI hatte am 18. Oktober dem DGS-Präsidenten und der Generalsekretärin offenbart, dass der DGS nicht mehr förderfähig wäre, nach ausgiebiger Debatte zwischen dem BMI und den DGS wurde dann eine Vereinbarung geschlossen, dass das Budget für den DGS, von bisher 400.000 €, auf 325.000 € gekürzt wird und die Auflage gesetzt wurde, dass bei den Deaflympics 2021 mindestens der 12. Platz in der Endauswertung des Medaillenspiegels, dann vom BMI erwartet wird.

Der DGS ist somit unter Erfolgsdruck und Leistungsdruck, aber das soll ja bei Leistungssportlern bekanntlich sogar die Motivation steigern.

Das News Magazin für Hörgeschädigte hakte beim amtierenden DGS-Präsidenten Norbert Hensen nach:

„Wie will der DGS mit einem wesentlichen, geringeren Budget, dann bessere Platzierungen erhalten, das ist kontraproduktiv, zumal auch noch Erfolgsdruck gegeben ist? Sind die Vorgaben vom BMI zu schaffen und kein Ko-Kriterium für den DGS?“

DGS-Präsident Norbert Hensen:

„Wir müssen in der Lage sein, mit dem Geld was wir von BMI bekommen effektiver umzugehen. Wir können immer noch froh sein Gelder von BMI zu bekommen, da wir eigentlich nicht mehr förderfähig sind. Trotzdem will das BMI mit uns den Weg gehen, den Wir (das neue Präsidium) einschlagen wollen.
Die Vorgaben sind zu schaffen, aber da müssen alle mitziehen, Präsidium, Geschäftsstelle, Sparten und Landesverbände.
Die Pläne wollen wir beim Verbandstag in Nürnberg den Sparten und
Landesverbände vortragen und hoffen, dass die es mittragen.“

Man darf gespannt sein auf das neue Präsidium und vor allem auf den kommenden DGS-Verbandstag, denn hier sollen die ersten Weichen, dann für einen neuen DGS, vom DGS-Vorstand gestellt werden.

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