Norfolk (NMH) – Einer der wohl bekanntesten Blogs für gehörlose Menschen – limpingchicken.com hat einen neuen Artikel veröffentlich, der einem das Herz zerreißen lässt. Die britische Mutter Katie Raworth ist 31 Jahre jung und hat 3 Kinder. Einer von ihren Kindern ist der junge Zaver, welcher komplett taub zur Welt kam. Ihr Wohnort Norfolk in England bat alles, um den jungen möglichst viel Eigenständigkeit zu bieten, gleichwohl er sich nur über die britische Gebärdensprache unterhalten kann.

Nach 6 Jahren harter Arbeit und viel Papierkram war der Umzug nach Doncaster im Anmarsch, um es Zaver zu ermöglichen, auf einer gehörlosen Schule Unterricht zu bekommen, die auf seine Bedürfnisse angepasst sind.

Umgang mit gehörlosen Kindern in England stellt Eltern vor Problematiken

Doch Mutter Katie hat das Gefühl, dass der Umgang mit gehörlosen Kindern zum Problem in England wird, wie sie in Doncaster schnell erfahren musste. Zaver’s Leistungen liegen unter dem britisch erwarteten Durchschnitt des gesamten Landes. Doch hier werden auch Kinder einbezogen, die nicht gehörlos sind und somit viele Vorzüge gegeben über Zaver aufweisen, als auch jedem anderen Kind mit einem Handicap. Leider wollen genau diese Fakten niemand hören und sehen, sodass man Zaver einfach irgendwie von A nach B schiebt, um Ruhe vor Katie, einer engagierten Mutter zu haben und damit man das „Soll“ wie den Schulunterricht erfüllt.

Mehr Barrierefreiheit für gehörlose Kinder

Mutter Katie bemängelt, dass man einfach nur das Nötigste tut und gehörlose Kinder, wie ihren Zaver durchmogelt, damit sie irgendwie den Messungen entsprechen. Doch Katie wünscht sich, dass ihr Kind und damit verbunden auch jedes andere Kind so sein kann, wie es ist und das gesellschaftlich zum Thema der Kultur und Sprache wird. Immerhin haben Gebärdensprachler und Gehörlose eine ganz andere Lebensaufgabe pro Tag und auch ein anderes Pensum in der Schule sowie Erwachsenenleben.

Doch im Augenblick, so scheint es der Mutter dreier Kinder, wird sie eher bestraft dafür, dass sie ihren Sohn Zaver so sein lässt, wie er ist und nicht verbiegt, damit er in die Normen passt, wo der kleine Junge nicht hingehört. Hoffentlich ändert sich zum einen das Messverfahren britischer Schüler und wird zu einem separaten Test entsprochen, wo Kinder mit Handicaps nicht schlecht darstehen, sondern ihres Handicaps entsprechend entwickeln können.

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