Erfurt (NMH) – Die Feiertage sind vorbei, der Urlaub ist zu Ende gegangen und für viele Gehörlose und Schwerhörige beginnt nun wieder der Alltag. Deshalb hier ein paar Tipps und Rückblicke in die Geschichte:

Arbeit, bewusstes Tätigsein entspricht dem natürlichen Wesen menschlichen Seins. Doch es bedarf entsprechender Bedingungen, damit sie Freude macht, kreativ sein kann und die Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten befördert. Mehr oder weniger immer ist eine auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Gesellschaftsordnung unserem natürlichen Schaffenstrieb nicht förderlich. Eine zur Profitmaximierung und zur Verfestigung von Besitztum benutzte Arbeitstätigkeit ist dem natürlichen Wesen des Menschen fremd. Sie ist der Natur des Menschen entfremdet, obwohl dies Besitzende und deren Vasallen nach allen Mitteln der Kunst zu verschleiern suchen.

Menschen sind auch natürliche Wesen.

Ihre Verbindung mit allen Wesen der Natur ist natürlich gegeben. Alles hängt zusammen mit unsichtbaren Fäden und Energiesträngen verbunden.
Und eine Fixierung bestimmter Verbindungen an Besitzverhältnisse, in denen nur wenigen die Produktionsmittel, Grund und Boden und Immobilien gehören, verhindert immer die naturgegebene Entwicklung aller Menschen, die darin verwoben sind.

Die heutige Qualität der Produktionsverhältnisse, in der wenige die Ziele und Inhalte für das Tätigsein der Menschen bestimmen, hemmen und verhindern den naturgegeben Drang der Menschen, ihre kreativen Fähigkeiten zu entfalten. Ziele, die nicht ihre sind, die aber unter Bedingungen und innerhalb eines Zeitmaßes realisiert werden sollen, die naturgegebenen Anlagen widersprechen, führen heute dazu, dass immer mehr Menschen daran erkranken. Krankheit bedeutet aber nichts anderes als aus dem Natürlichen hinausgeworfen zu sein. Heute leiden immer mehr Menschen an Depressionen und Burnout. Nicht alle gehen deswegen zum Arzt und lassen sich krank schreiben. Die meisten können sich das auch nicht leisten. Einige halten Depressionen mittlerweile schon für einen natürlichen Zustand in ihrem Leben. Viele wissen heute nicht mal mehr, was wirkliche Freude bedeutet.

Freizeit genießen mit allen Sinnen und neu erleben

Selbst die Freizeit, nach der sich immer mehr sehnen, wird von vielen nicht mehr zur Erbauung genutzt. Man glaubt, durch Reisen, Shopping oder laute Parties seiner Depression zu entkommen. Viele nutzen ihre Freizeit dazu zu shoppen. Die ursprünglich natürliche Realisierung menschlicher Ziele in der Herstellung von Produkten selbstbestimmter Arbeit ist überhaupt nicht mehr gegeben. Man glaubt, durch das Shoppen eigne Bedürfnisse zu befriedigen. Aber was ist die Aneignung, sprich der formale Kauf eines Kleides, gegen die eigne Herstellung eines Kleides. Welche Freude kann es machen, sich selbst den Schnitt für sein neues Kleid auszudenken. Dabei muss Sie oder auch Er nicht unbedingt auch noch weben und Baumwolle ernten. Das Nähen kann z. B. auch ein anderer übernehmen, dem oder der gerade das die große Freude bereitet. Aber auch das darf nicht fixiert sein, so dass eine bzw. einer, der bzw. die einmal gern näht immer näht. Diese Rollen können und dürfen wechseln. Wann, wohin und wie gewechselt wird, das darf aber nicht vorgeschrieben und von außen auf oktroyiert sein. Sondern es muss aus einem inneren Bedürfnis erwachsen.
Die meisten wissen allerdings heute leider gar nicht mehr, was ihnen fehlt. Die meisten Menschen kennen ihre Bedürfnisse nicht mehr. Sie lernen es leider nicht mehr, auf ihr Inneres zu hören und entfernen sich so immer mehr von ihm.

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